Schneehörnchen

Sonntag, 24.04.2016

Mein Blog ist umgezogen auf eine eigene Seite: http://schnee-hoernchen.de/

Beim Schneehörnchen gibt es Berichte über meine Reisen in den Norden und vieles mehr!

MA fertig :)

Donnerstag, 23.04.2015

Seit 4 Monaten bin ich nun schon wieder daheim. Und endlich ist auch meine Masterarbeit fertig. Heute morgen hab ich sie abgegeben und auch gleich alles andere in Braunschweig erledigt, damit ich dort hftl. nicht so schnell wieder hin muss.

Das Fernweh nach Göteborg ist immer wieder groß, aber der nächste Urlaub wird mich wohl ausnahmsweise mal nicht nach Schweden führen...

Sport-Wochenende

Sonntag, 26.10.2014

Nach einem sehr anstrengenden Uni-Tag (es war Algen-Ernte angesagt) war ich mit Betti am Freitagabend noch beim Eishockey. Wie vor ungefähr genau einem Jahr, als ich mit Caro das erste Mal bei einem Eishockeyspiel war, hieß der Gegner wieder Örebro. Letztes Jahr haben unsere Indians 3:2 gewonnen, dieses Mal sind sie mit 1:4 regelrecht abgeschlachtet wurden…

Heute waren wir dann in Partille zu einem Handball-Champions League-Spiel des IK Sävehof gegen Györi. Die kommen aus Ungarn und haben letztes Jahr schon die CHL gewonnen. Der ungarische Fanblock war gut besucht und sie waren lauter als alle Schweden und die Musik zusammen. Aber Betti meinte das wäre in Ungarn normal. Dank 2 ehemaliger Welt-Handballerinnen und einem allgemein gut aufgestellten Team haben die Ungarn auch klar gewonnen.

Museumstag

Sonntag, 19.10.2014

Am Freitag hatte Betti einen Glückstag und hat 500kr gefunden. Die Hälfte davon haben wir dann gleich beim Afterwork auf den Kopf gehauen. Gestern waren wir dann im Kviberg Park zu „Toughest“, einem weiteren Hindernisrennen, worauf die Skandinavier ja wirklich zu stehen scheinen. Da seit Tagen (oder sind es schon Wochen?) hier ziemliches Ekelwetter ist und nur noch regnet, war heute dann ein Museumstag angesagt. Erst ging’s ins Kunstmuseum und dann noch ins Stadtmuseum. Es war der letzte Tag, an dem eine Ausstellung von van Gogh und Gauguin gezeigt wurde und die Schlange war ganz schön lang. Allerdings ist in den meisten Museen der Stadt bis 25 Jahre freier Eintritt und so schummelten wir uns an der Schlange vorbei… Eine neuere Ausstellung beschäftigte sich mit „gruseligen“ Bildern aus der Romantik, die war wirklich sehenswert. Zum Mittag haben wir auch endlich einen Platz im neu eröffneten Vapiano bekommen. Im Stadtmuseum war ich ja schon öfter, aber es ist trotzdem immer wieder nett dorthin zu gehen.

Am Mittwoch haben wir uns noch zu einer Bibliotheks-Führung angemeldet, die von GO:science durchgeführt wird. Mal sehen wie es wird…

schon wieder Herbst...

Freitag, 19.09.2014

Wie schnell doch die Zeit vergeht… Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie ich letztes Jahr hier her gekommen bin. Inzwischen sind viele Leute gekommen und gegangen, mit vielen hatte ich sehr viele schöne Stunden hier in Schweden. Und jetzt, wo die Blätter sich wieder herbstlich bunt färben, werde ich etwas melancholisch und denke an all die schönen Tage die ich hier verbracht habe. Irgendwie macht es mich traurig so durchs Laub zu rascheln, auch wenn ich fast jeden Tag auf dem Weg zur Uni Eichhörnchen sehe :) Bald ist meine Zeit hier beendet… Ich würde gerne hier bleiben, aber letztendlich wird es nie mehr so schön werden wie in den ersten Monaten als alles neu war und wir so viele tolle Sachen erlebt haben.

Inzwischen habe ich Betti kennen gelernt, sie kommt aus Ungarn und hat in Wien ihren Doktor gemacht. Ihr Zweitkorrektor war zufällig der gleiche Professor, bei dem ich meine Bachelorarbeit geschrieben habe. Wie klein doch die Welt manchmal ist…

Und im Moment sind Neele und Romy in Göteborg. Am Mittwoch waren wir schon zum Eishockey und natürlich steht jede Menge Fika und Afterwork auf dem Programm. Ich habe mich ein bisschen gefühlt wie vor einem Jahr und als ob sie nie weg gewesen wären… Und zusammen von „alten“ Zeiten zu schwärmen und an unser Lapland-Abenteuer zu denken war doch mal eine angenehme Abwechslung!

Ich habe schon einige Pläne für die ersten Wochen wenn ich wieder auf deutschem Boden bin. Natürlich auch die vielen neu gewonnenen Freunde zu besuchen. Vllt hilft mir das auch dabei, dass ich nicht in dieses „post-Erasmus-Loch“ fallen werde, auch wenn das hier viel mehr für mich war, als nur ein paar Monate Erasmus-Parties.

tillbaka!

Samstag, 13.09.2014

Nach einem kurzen Urlaub in der Heimat, den ich eigentlich nur wegen einer Hochzeit eingelegt habe, aber so konnte ich gleich noch meinen Geburtstag bei meiner Familie verbringen, bin ich nun wieder  zurück in Schweden und wollte eigentlich so richtig mit den Laborversuchen loslegen. Leider hat mich dann auch noch eine Blasenentzündung lahmgelegt, so dass ich das erste Mal Bekanntschaft mit der Vårdcentral gemacht habe. Man geht hier nämlich nicht direkt zum Arzt sondern erstmal zu dieser Zentrale wo erste Untersuchungen von Krankenschwestern durchgeführt werden und man evtl. von denen dann zu einem Arzt weiter überwiesen wird. Aber zum Glück ist nun wieder alles gut :)

lang, lang ist's her...

Montag, 25.08.2014

... dass ich mich das letzte Mal gemeldet habe...

seit dem bin ich mal wieder umgezogen (inzwischen ist auch alles ausgepackt) und wohne jetzt auf Hisingen, der viertgrößten Insel Schwedens ;)  Diesmal hat es mich nämlich in den Norden verschlagen und ich nenne für die nächsten 4 Monate eine Wohnsiedlung in Tuve mein Zuhause.

Im Moment sitze ich mit einer ziemlichen Erkältung hier und warte, dass das Wetter mal wieder besser wird. Seit Tagen regnet und gewittert es. Da die Gänse schon fliegen und die Bäume sich schon rot färben, lässt bestimmt auch der Winter nichtmehr lange auf sich warten...

Aber vorher geht es ab Donnerstag erstmal für einen kurzen Besuch in die Heimat.

soooo schön!

Montag, 14.07.2014

Nein, ich meine ausnahmsweise nicht den WM-Titel (denn von den großen Feierlichkeiten habe ich hier ja sowieso kaum etwas mitbekommen), sondern meinen Urlaub! Allerdings haben wir so viel erlebt und gesehen, dass das Schreiben etwas länger dauert... Inzwischen heißt es außerdem den Mietvertrag für die nächste Bleibe unterschreiben und mich irgendwie motivieren was für die Masterarbeit zu tun...

ich bin dann mal...

Sonntag, 29.06.2014

... in Norwegen!

In den nächsten 2 Wochen geht es einmal quer durch Norwegen auf die Lofoten und wieder zurück (der Weg ist das Ziel!). Ich freue mich auf wunderschöne Natur, die Mitternachtssonne zu sehen und hoffentlich nicht so viel Regen, damit wir und die Zelte trocken bleiben.

Wenn ich zurück bin gibts die Einträge der letzten Zeit und viele tolle Fotos!

Hej då!

Fliegender Wechsel

Dienstag, 17.06.2014

Nachdem wir gestern schon zum Fußball gucken in Liseberg waren, waren wir heute schon wieder dort. Allerdings nicht zum Fußball gucken sondern zum Konzert von Flogging Molly. Das war quasi das Abschlussprogramm für Sascha, denn morgen geht es zum Flughafen und für ihn wieder nach Hause. Ich erwarte allerdings gleich Ersatz und werde Ulli dort abholen, die eine Woche hier bleiben wird. Mit midsommar steht am Freitag das wichtigste schwedische Fest des Jahres an und mal sehen was wir sonst noch so machen...

Heeeeeliiiiiixxxx :)

Montag, 16.06.2014

Obwohl Schweden nicht bei der Fußball-WM dabei ist, verfolgt man hier aber natürlich trotzdem (mehr oder weniger begeistert) alles. Und da Portugal der Grund war, dass sich Schweden nicht qualifiziert hat, waren die Schweden bei unserem ersten Gruppenspiel überwiegend auf deutscher Seite. In Liseberg wurden alle Spiele gezeigt und deswegen wollten Sascha, Laura und ich mal in Schweden zum Public Viewing gehen. Das stellte sich als erstaunlich klein heraus (nur etwa 100 Leute waren da) und auch die Leinwand ließ zu wünschen übrig. Laura überredete uns, dass wir mit der neuen Achterbahn 'Helix' fahren, wenn die Deutschen gewinnen. Was sie dann ja auch taten. Und eh ich richtig wusste was los war, standen wir auch schon in der Schlange. Allein beim Anblick des ganzen wurde mir irgendwie anders. Nachdem ich erst ein einziges Mal in meinem Leben überhaupt mit sowas gefahren bin, standen mir nun 100 km/h und einige Loopings bevor...
Aber wie es meistens ist: es war garnicht so schlimm wie gedacht und wäre es nicht so teuer und die Wartezeit so lange wäre ich wohl gleich nochmal gefahren.

Angekommen...

Sonntag, 15.06.2014

... doch leider nur für die nächsten 2 Monate. Aber zumindest habe ich hier erstmal wieder mein eigenes Bad (mit einem Duschvorhang der nicht immerzu nur kuscheln will), meine eigene Küche (so viel Platz im Kühlschrank nur für mich alleine!) und genügend Platz für einen Mitbewohner. Nach einem sehr anstrengenden 8-stündigen Umzug (den ich ohne Saschas Hilfe auf keinen Fall geschafft hätte) ist jetzt auch fast wieder alles ausgepackt und das Zimmer gemütlich hergerichtet. Nur den kreischenden Möwen bin ich dadurch leider nicht entkommen, die gibt es hier nämlich auch und wecken einen viel zu früh oder lassen mich garnicht erst einschlafen.
Zur Belohnung nach den ganzen Strapazen waren wir gestern Abendbroten auf Vrångö. Einfach mal in der Sonne liegen, Möwen böse anstarren und zu viel Melone essen tat wirklich gut. Und auf dem Steg des Königlichen Segelclubs der Stadt haben wir dann noch zugeschaut wie die Sonne untergeht. Heute waren wir dann im Scandinavium (nein, kein Eishockey!). Diesmal stand Handball auf dem Programm. Erst die EM-Quali der Frauen gegen die Schweiz (anhand des Endergebnissen von 36:17 kann man sich wohl denken, wie das Speil so war) und dann das Rückrundenspiel des WM-Quali-Play offs der Männer gegen Schweden. Auch sie gewannen (aber nicht ganz so überlegen) mit 27:21 und dürfen damit an der WM 2015 in Qatar teilnehmen.

Kräfte sammeln

Donnerstag, 12.06.2014

Ab morgen heißt es "Tschüss singende Lampen-Oma, Willkommen zurück Pivatsphäre" :) Soll heißen ich ziehe schon wieder um. So richtig gepackt ist noch nicht alles, aber es ist echt erstaunlich, wie viel Kram ich hier schon wieder angehäuft habe. Da muss ich echt mal ein bisschen Ordnung schaffen und aussortieren... Zum Glück habe ich für morgen ein Auto gemietet, denn angesichts des (jetzt schon) riesigen Haufens weiß ich echt nicht, wie ich den letzten Umzug nur mit Koffer und Tüten in der Straba und durch Eis und Schnee eigentlich geschafft habe. Außerdem habe ich mit Sascha noch 2 fleißige Helferhände, damit ich nicht alles alleine tragen muss.
Eine Wohnung ab August habe ich jetzt quasi auch sicher, aber vllt werde ich mir in den nächsten Tagen auch noch die ein oder andere Alternative anschauen, denn die voraussichtliche Bleibe ist dann bei ziemlichen Nerds ganz im Norden der Stadt. Und so richtig kann ich mich noch nicht damit abfinden, dass es wirklich nichts besseres gibt. Aber zumindest wird es nicht die Brücke, das ist doch schonmal ein Erfolg :)

DDR-Verhältnisse in Schweden

Montag, 09.06.2014

Dieser Eintrag ist für Caro ^^

Gestern habe ich ein kleines Quiz gefunden (hier der Link, damit ihr euch auch testen könnt: http://nordicbynatureberlin.com/quiz-how-goteborg-are-you/ ). Mein Ergebnis:
You're a true Göteborger! It's either in your genes or thanks to pure spiritual awesomeness. You eat herring for breakfast and call your friends "goa gubbar". You can differentiate up to 40 different kinds of seagull and have a great sense of humour. Never change. You're perfect and everyone loves you, especially Glenn!

Ich kann zwar nicht bis zu 40 verschiedene Arten Möwen unterscheiden, bin aber dauergenervt von etwa 20 Möwen die vor meinem Fenster einfach keine Ruhe geben, aber bestimmt 40 unterschiedliche Schreie von sich geben können. Allerdings möchte ich keinen einzigen davon gerne wieder hören.

Zu einem richtigen Göteborger gehört auch, sich bei boplats zu registrieren wenn man eine Wohnung haben möchte. Und dann, nach etwa 5 Jahren (laut Erzählungen), hat man die Chance irgendwo in der Warteschlange angekommen zu sein, dass man eine neue Wohnung in Aussicht hat. Alle meckern immer über die DDR und wir als arme Ostkinder müssen uns immerzu rechtfertigen (hier besonders gegenüber anderen Auslandsstudenten aus dem Westen Deutschlands). Damals war es schlecht, wenn man ewig auf ein Auto gewartet hat. Und Schweden wird als DER Wohlfahrtsstaat angepriesen, aber es ist quasi unmöglich, zeitnah eine ordentliche und bezahlbare Wohnung zu finden.

geschafft! oder doch nicht?

Mittwoch, 04.06.2014

Die Präsi ist überstanden. Ich war nicht besonders zufrieden mit mir, aber jetzt ist das wenigstens abgehakt. Jetzt wollte ich eigentlich durchstarten mit vielen weiteren Versuchen. Allerdings scheint die ganze Verlängerungsaktion nun doch sehr viel komplizierter zu sein, als ich gedacht hatte. Meine Professorin hat sogar mit den Leuten vom Wohnheim geredet, aber dazu später. Da man über Erasmus nur ein Jahr im Ausland bleiben kann, ist mein Aufenthalt auf dem Papier Ende August erstmal beendet. Da ich aber (wegen der doofen veränderten Klausurtermine) sowieso kein Urlaubssemester beantragen konnte, hab ich meine Masterarbeit sozusagen nur als externe Arbeit geschrieben. Und ich dachte ich kann das einfach verlängern, die Registrierung für die Kurse sollte nur Formalität sein. Aber ihr wisst was jetzt kommt: Falsch gedacht! Jetzt brauche ich die Erlaubnis vom Erasmus-Koordinator aus Braunschweig, dass ich noch ein Semester länger bleiben darf, auch wenn ich nicht glaube, dass das möglich ist. Ansonsten muss ich mich ganz kompliziert über das schwedische Bewerbungssystem neu bewerben. Und dazu kommt: Ab Mitte August bin ich wohnungslos. Es gibt wohl keine Möglichkeit, dass ich länger im Wohnheim bleiben kann. Und jetzt stellt sich mir die Frage: Lohnt sich der Aufwand, den ich zu betreiben hätte wirklich, um 4 weitere Monate hier zu bleiben, in denen sich der bürokratische Ärger vermutlich nicht verringern wird und ich außerdem jeden Tag nur in die Uni renne? Oder pack ich einfach Mitte August einfach meine Sachen und verlasse Schweden? Leider rennt mir die Zeit allmählich weg...

snart är midsommar

Montag, 26.05.2014

Bald, bald, bald.... ja, bald ist midsommar. Gut zu bermerken woran? Richtig, es ist extrem lange hell. Im Moment geht hier die Sonne kurz vor 10 unter und bereits 4:30 Uhr wieder auf. Hell ist es aber abends noch sehr viel länger. So richtig wirklich komplett dunkel wird es auch hier nichtmehr so richtig, aber die Zeit zwischen Mitternacht und halb 3 würde ich mal als Nacht bezeichnen. Bei einer verbleibenden Nacht von etwa 3 Stunden hat man (bzw. ich) leider immer das Gefühl viel zu viel zu schlafen und viel zu wenig geschafft zu haben...

Im Tromsø geht bereits seit über einer Woche die Sonne garnicht mehr unter. Und da es noch knapp 4 Wochen bis midsommar sind, bedeutet das, dass ich im Urlaub Anfang Juli auch die midnattsol erleben darf. Ich freue mich schon sehr darauf, andererseits finde ich es aber auch gut, dass es nur 2 Wochen sind. Denn irgendwie mag ich dann doch das dunkle Halbjahr lieber.

Bis dahin heißt es aber erstmal noch meine Masterarbeit zu präsentieren, mal wieder umzuziehen und viel Laborarbeit zu erledigen. Und wenn ich es nebenbei auch noch schaffe, meine MA zu schreiben, habe ich mir den Urlaub aber auch wirklich verdient :)

noch mehr Schweden :)

Sonntag, 25.05.2014

Eigentlich sollte in zwei einhalb Monaten meine Zeit in Schweden erstmal beendet sein. Letzte Woche fragte meine Professorin aber, ob ich denn nicht noch länger bleiben möchte. Und da ich dafür vllt auch noch bezahlt werde, konnte ich natürlich schlecht nein sagen. Also muss ich mich doch noch nicht vom Norden verabschieden :)
Trotzdem habe ich mal darüber nachgedacht, was mir denn so fehlen wird und an was ich mich schon so sehr gewöhnt habe. Oder aber auch, worauf ich mich mal wieder freuen würde. Als erstes fällt einem dabei natürlich die Rubrik 'Essen & Trinken' ein. Wo es in Schweden wohl eine eindeutig bessere Auswahl gibt: Müsli. Und zwar (halbwegs gesundes) Müsli mit furchtbar vielen Fruchtstücken und kleinen Joghurt-Bröckchen. Mein absoluter Favorit ist das Crunchy-Erdbeer-Joghurt-Müsli. Dank Lidl und meines Brotbackautomaten musste ich auch nicht auf vernünftiges Brot verzichten. Aber das Polarbröd werde ich schon vermissen. Knäckebrot allerdings nicht, das mag ich immernoch nicht ^^
Auch wenn es im Westen Deutschlands wohl gelegentlich Cider geben soll, ist mein "Bierersatz" mir hier so ans Herz gewachsen, dass ich ihn unbedingt importieren muss. Nicht ganz so einfach wird es aber sein, mich wieder daran zu gewöhnen, dass man nicht einfach immer und überall Leitungswasser trinken kann und umsonst bekommt. Dass man hier nie verdursten muss ist schon irgendwie ein bisschen Luxus und natürlich auch sehr viel billiger als wenn man das Wasser flaschenweise nach Hause schleppen muss.
Freuen werde ich mich dagegen auf Würstchen. Das ist etwas, was die Schweden (in Dänemark ist es noch schlimmer!) wirklich nicht herstellen können. Aber das konnte ich ja immer ausgleichen indem ich öfter Steak gegessen habe. Schade, dass es Jensens Böfhus nur in Lübeck gibt.

Was ich hier ansonsten sehr schätzen gelernt habe, ist die Freundlichkeit der Schweden. Man liest ja immer, dass sie so verschlossen sein sollen. Das kann ich eigentlich garnicht bestätigen. Klar wird man nicht von jedem gleich voll gequatscht, aber das finde ich sehr sympathisch! Wenn man aber jemanden etwas fragt wird einem eigentlich immer weitergeholfen. In Deutschland wird es dann außerdem wieder etwas hektischer zugehen. Tschüss 'schwedische Gelassenheit'....

Auf einige andere Sachen, wie z.B. dass im Radio stündlich Sabaton gespielt wird, muss ich dank dem Internet aber nicht verzichten

Aber vielleicht.... bleib ich ja auch einfach für immer hier...

Stora Amundö

Samstag, 17.05.2014

Im Moment habe ich Besuch von Sandra. Und da wir beide schon genug die Schärenwelt erkundet hatten, sind wir heute mal auf eine "neue" Insel gefahren. Amundö liegt ziemlich südlich gleich am Festland, ist aber trotzdem recht gut mit dem Bus zu erreichen. Im Gegensatz zu den Schäreninseln ist Amundö nicht bewohnt und bietet wirklich alles: feuchte Wiesen, auf denen sich gerade Gänse mit ihrem flauschigen Nachwuchs versammelt hatten, steinige Steilküsten, sandige Strände, sumpfigen Wald und (leider an diesem Tag viel zu viel) Sonnenschein.

Gewöhnungsbedürftiges Teil 5:

Montag, 05.05.2014

 Hier kommt eine neue Episode eigenartiger Angewohnheiten der Schweden.

  • Sonne?? Sonnnnnneeeeeeee!
    Ich kann es eigentlich kaum glauben, bis ich es jedesmal wieder sehe: Jeder noch so kleine Sonnenstrahl zieht die Schweden an (bzw. aus...) wie das Licht die Motten. Ja, ich gebe zu, es war in letzter Zeit teilweise wirklich warm, aber wie sich plötzlich jede noch so kleinste Grünfläche in und um die Stadt füllt (und so schnell wie leergefegt ist, sobald die Sonne weg ist), wirkt manchmal wirklich ein bisschen übertrieben.

  • pünktliches Mittagessen
    Wenn es ums Lunch geht, kann man wirklich die Uhr nach den Schweden stellen. Schon gegen halb 12 merkt man, dass sich das Hungergefühl einstellt und immer wieder nervös auf die Uhr geschaut wird. Pünktlich um 12 Uhr sind dann alle Labore eine Schweden-freie Zone und bis auch das Käffchen danach geschlürft ist, kann schonmal eine Stunde vergehen. Wir anderen haben da meistens noch keinen Hunger, oder auch einfach mal noch Sachen zu tun die wir fertig machen wollen, anstatt alles stehen und liegen zu lassen. Am Anfang war das etwas schwierig, aber inzwischen hat sich unser Betreuer wohl  gewöhnt.
  • Snus
    Was einem eigentlich sofort auffällt, wenn man nach Schweden kommt (warum hab ich dann nicht früher davon berichtet?): Es gibt hier sehr viel weniger Raucher als in Deutschland. Was aber nicht heißt, dass es keinen Nikotinkonsum hier gibt. Der nichtqualmende Ersatz der Schweden ist Snus. Das ist Tabak, der mit Salzen versetzt ist und entweder lose oder schon portioniert in Tütchen erhältlich ist. Das ganze wird dann meistens unter die Oberlippe geschoben und für eine halbe bis ganze Stunde dort gelassen, bis alles Nikotin aufgenommen wurde. Der fehlende Rauch ist auf jeden Fall angenehm, die übrigbleibenden durchgeweichten Tütchen, die dann überall rumliegen (und beim Essen auch mal auf dem Tellerrand zwischengelagert werden) sind aber ziemlich eklig!
  • Möwen
    ... meine neuen "Feinde". Ich hätte nie gedacht, dass mich ein paar Vögel mal so aufregen können. In Olofs hatte ich vor meinem Fenster einen Piepmatz, der pünktlich nachts um 3 angefangen hat zu singen und das den ganzen Winter über. Aber diese paar Viecher (ja, sie haben diese Bezeichnung verdient!) die jetzt in meiner Gegend wohnen gehen mir sowas von auf die Nerven. In so vielen Urlauben an der Nordsee fand ich Möwen eigentlich nie verkehrt. Aber wenn jetzt das Geschreie startet (das sind wirklich keine Singvögel), möchte man sich nur noch unterm Kopfkissen verkriechen. Da die Fenster in meiner derzeitigen Bleibe schon ziemlich alt und damit alles andere als schalldicht sind, bleibt das meistens auch die einzige Möglichkeit.

Valborg

Mittwoch, 30.04.2014

Valborg, also die schwedische Walpurgisnacht, ist das größte Studentenfest des Jahres. Schon die ganze Woche über gab es Veranstaltungen und Feste und heute gab es den traditionellen Umzug Cortegen. Das ganze wird jedes Jahr von Chalmers-Studenten organisiert und ist eine Art Karnevalsumzug, bei dem auf 50 Wagen Ereignisse des letzten Jahres dargestellt werden. Alles wird innerhalb von 3 Wochen selber gebaut und einige Fahrzeuge waren wirklich originell :)  Danach gibt es natürlich Walpurgisfeuer und viel Alkohol. Auf den Schären gibt es jedes Jahr einen Wettstreit wer das größte Feuer hat. Dazu dürfen allerdings nur die Weihnachtsbäume verwendet werden, weswegen da wohl gerne mal der ein oder andere Baum geklaut wird.

mal wieder Vrångö

Sonntag, 27.04.2014

Von den Sonnenuntergängen auf Vrångö kann ich einfach nicht genug bekommen. Deswegen musste auch Sascha gleich mit :)

Tough Viking & Liseberg

Samstag, 26.04.2014

Viele Menschen, die sich durch Schlammteiche und Eiswasser quälen, sehr steile Berge hochkraxeln und versuchen Halfpipes zu erklimmen - das ist Tough Viking, ein Hindernisrennen, das heute im Slottskogen stattgefunden hat. Es war wirklich interessant, sich sowas mal anzuschauen.


Danach hieß es im Liseberg-Park "die neue Saison ist eröffnet". Zu bestaunen (und wenn man möchte zu erleben) gibt es jetzt die neue Achterbahn der Superlative: Helix. Irgendwie wurde mir vom Zuschauen schon fast schlecht. Und da der Andrang an diesem ersten Tag ziemlich groß war, konnte ich mich zum Glück Saschas Überredungsversuchen für dieses Mal entziehen.

Als Abschluss des Eröffnungstages gab es noch ein tolles Feuerwerk:

Glad påsk!

Sonntag, 20.04.2014

Karfreitag und Ostermontag ist hier zwar auch Feiertag, aber ansonsten ist Ostern hier abgesehen vom verlängertem Wochenende nichts weiter besonderes. Die meisten fahren dann heim zu ihren Familien und bei den Kindern gibt es die Tradition, sich als Osterhexen zu verkleiden und rumzugehen und Süßigkeiten zu sammeln. Bei uns sind die Hexen ja erst zur Walpurgisnacht unterwegs, hier versammeln sie sich bereits zu Ostern auf dem Blåkulla.
Samstagabend war ich mit Laura auf Vrångö um den Sonnenuntergang anzuschauen. Überraschenderweise gab es  auch Osterfeuer (vorherige Erkundigungen dazu hatten ergeben, dass es diesen Brauch hier nicht gibt). Es gab zwar auch ein größeres Feuer, aber irgendwie gab es einfach überall wo ein bisschen trockenes Gras zur Verfügung stand kleinere "Buschfeuer". Außerdem  wurden die (vermutlich) übriggebliebenen Silvesterraketen abgeschossen. Das war  irgendwie lustig, da es noch nicht dunkel genug war um das Farbspiel am Himmel wirklich sehen zu können.

Am Ostermontag war ich mit Joanne am Stora Delsjön um die Sonne zu genießen. Das war das erste schöne Frühlingswochenende und es war schön, mal ein bisschen Abstand von der Laborarbeit zu bekommen.

In diesem Sinne: Frohe Ostern!

Ich lebe noch!

Samstag, 12.04.2014

Ach man, ist das lange her, dass ich das letzte Mal was geschrieben hab... Also mal ein kurzes Update: Der Frühling hat im März für ein paar Tage vorbeigeschaut, inzwischen regnet es aber wieder. Von solchen sommerlichen Temperaturen wie in Deutschland sind wir hier noch weit entfernt, wärmer als 12°C war es hier noch nicht und in Nordschweden schneit es beharrlich weiter. Ende März war ich mit Caro in Oslo zum Biathlon. Es war so schön, nochmal Schnee zu sehen :) Danach war Caro noch ein paar Tage mit hier in Göteborg. Es war als wäre alles wie im letzten Semester und als wäre Caro nie weg gewesen.

In der Uni läuft es leider nicht so besonders. Vorher war ich immer begeistert von der Gelassenheit der Schweden, aber seit ich in dieser Arbeitsgruppe bin treibt einen das zum Wahnsinn! Es geht einfach nicht vorwärts, dann gehen auch noch alle Geräte kaputt und der Reaktor, auf den ich schon warte seit ich im Januar dort angefangen habe und der dann vor 6 Wochen auch endlich mal bestellt wurde, ist immernoch nicht da. Alles schleppt sich so dahin und diese "Faulheit" ist so ansteckend, dass mir jegliche Lust zum Schreiben der Masterarbeit total vergangen ist.

Außerdem hatte ich etwas Ärger mit meiner Vermieterin, die wohl irgendwie (trotz zig-facher Erzählung) verdrängt hat, dass ich bis August hier bleiben will. Da sie auch seltsame Ansichten zu meinen geplanten Besuchen hatte, habe ich mich dann entschlossen, mir für die letzten 2 Monate noch was neues zu suchen. Mitte Juni werde ich also wieder in ein Wohnheim ziehen, diesmal nicht Olofs, aber ganz in der Nähe davon und sogar mit eigener Küche.

Prüfung & Familienurlaub

Dienstag, 11.03.2014

Anlässlich meiner hoffentlich letzten Klausur bin ich nochmal nach Braunschweig gefahren. Nach 2 Tagen bei Kathi ging es dann weiter in die Heimat, wo ich noch ein paar Sachen zu erledigen hatte. Nach dem kurzen Besuch in Deutschland hat mich meine Familie wieder zurück nach Schweden gebracht. Wir hatten eine kleine Hütte irgendwo im Nirgendwo in einem Wäldchen zwischen Göteborg und Trollhättan. Wir waren in Göteborg, auf den Schären, am Vänern und auf Tjörn und der Festung Marstrand. Außerdem hatten wir uns eine Begegnung mit einem Elch oder einen Schimmer Nordlicht erhofft. Leider beleuchten die Schweden mitten im Wald ziemlich sehr, so dass es kaum möglich war, eine wirklich dunkle Stelle zu finden an der man auf der Suche nach de Nordlicht in Ruhe an den Himmel starren konnte. Meine Mama formulierte das so: "Und ist das Fenster noch so klein, ein Lämpchen das muss drinne sein".

Зимние Олимпийские игры в Сочи

Dienstag, 25.02.2014

Die Olympischen Spiele in Sotschi waren auch in Schweden ein großes Thema. Allerdings nur ausgewählte Sportarten. Zum einen Langlauf und außerdem Eishockey. Dass man bei einem Lauf bzw. Spiel länger Pause macht oder früher geht um Sport zu gucken war in den letzten zwei Wochen hier ganz normal. Und an der Laune der Leute konnte man auch ganz gut erkennen, wie das ganze ausgegangen war. Nach dem verlorenen Eishockey-Finale haben wir uns beispielsweise kaum getraut mit unserem Betreuer zu reden. Ich hoffe die Trauer legt sich schnell wieder, im Mai ist ja auch noch Eishockey-WM, da können die Schweden dann einen neuen Versuch starten.

liebe Sonne scheine doch...

Samstag, 22.02.2014

Gibt es sie noch, die Sonne? So richtig sicher bin ich mir da inzwischen nichtmehr, denn ich hab sie schon ewig nicht mehr gesehen. Eine Schwedin hat mir letzte Woche erzählt, dass 14 Stunden das meiste sind was an Sonnenstunden letzten Monat in Schweden erreicht worden ist. Wo das wohl war? Hier in Göteborg jedenfalls nicht. Da würde ich fast auf nur 3 Stunden tippen, wenn überhaupt. Zu dem ekligen grauen und sehr nassen Wetter kommen seit neustem auch noch Herbststürme (zumindest würde dieses Wetter eher in den November passen) oder weiße Nebelwände... Toller Winter :( Meine Ausbeute waren gerade mal 10 Tage Schnee, den Winter in Schweden zu verbringen hab ich mir irgendwie anders vorgestellt...

Rödblå Vinter

Samstag, 15.02.2014

Nachdem ich die letzten zwei Wochenenden mit Uni-Kram und besonders mit meinem Review zu tun hatte, hab ich mir dieses Wochenende mal vom Lernen freigenommen und bin zu einem Leichtathletik-Meeting gegangen. Nachdem zum eigentlich angekündigten Beginn um 12 Uhr noch keiner da war, bin ich zwei Stunden später nochmal wieder gekommen. Bei den meisten Disziplinen waren fast nur Schweden dabei und besonders die Lauf-Disziplinen waren nicht besonders spannend. Als Preise für die ersten 3 gab es Wasserkocher, Rührstäbe und Waffeleisen. Um 5 ging der vorher groß angepriesene (und besser besetzte) Hochsprungwettkampf los, mit Emma Green-Tregaro und Blanka Vlasic. Es war zwar toll, mal die "Großen" springen zu sehen, aber die Siegerhöhe lag bei nur 1,94m und da hatte ich doch auf etwas mehr gehofft. Mit Christian Olsson war bei der Siegerehrung ein weiterer schwedischer Leichtathletik-Star dabei (inzwischen hat er auch kurze Haare).

Nächstes Wochenende ist dann die schwedische Meisterschaft in der Halle, mal sehen ob ich da auch hingehe...

Emma und Blanka Christian Olsson

jag stannar i Sverige!

Dienstag, 28.01.2014

So... Mein Semester ist beendet, aber ich habe mich entschieden noch ein Weilchen in Schweden zu bleiben und mein Studium hier zu Ende zu bringen. Ich werde also in der Algen-Arbeitsgruppe am Botanischen Garten meine Masterarbeit schreiben. Also dann los :)

Rea!

Sonntag, 26.01.2014

Im Januar gibt es hier einen Winterschlussverkauf (Rea). Das ganze hat schon Ende Dezember begonnen und ich hatte schon Angst alles verpasst zu haben weil ich erst relativ spät wieder hier eingetroffen bin. Aber es war wirklich nicht schlimm dass ich so lange gewartet habe. Teilweise gibt es auf die sowieso schon runtergesetzten Sachen nochmal 50% Rabatt. Da musste ich doch gleich mal zuschlagen und mir ein paar neue Klamotten gönnen ;)

Kino in schwedisch

Montag, 20.01.2014

Heute waren wir im Kino (schwedisch: bio). Der Bestseller "Hundraåringen som klev ut genom fönstret och försvann" wurde verfilmt und ist hier seit Weihnachten in den Kinos. Obwohl es auf schwedisch war und der ältere Herr etwas schwer zu verstehen war, war der Film ansonsten genauso lustig wie das Buch. Ich bin schon sehr gespannt auf die Verfilmung des Nachfolgers "Analfabeten som kunde räkna".

Synchron-Eiskunstlauf

Samstag, 18.01.2014

Nachdem ich heute morgen noch Wäsche gewaschen, mein Bettzeug und alles andere was ich noch in meinem Wohnheimzimmer hatte, verpackt hatte, musste ich mich dann endgültig von Olofshöjd verabschieden. Aber ich habe mir vorgenommen, einmal im Monat wieder herzukommen.
Beim Schlüssel abgeben haben wir uns mit Sandra getroffen, die schwer bepackt mit großem Koffer und Rucksack dort auf uns gewartet hat. Gemeinsam haben wir ihre Sachen dann bis zum Bahnhof gebracht und noch beim Fika zusammengesessen bis es dann Zeit war zum Zug zu gehen. Der Abschied fiel wirklich schwer, doch so richtig realisieren werde ich das wohl erst in den nächsten Tagen...

ein letztes Bild bevor der Zug fährt...

Nach einem kurzen Spaziergang durch die Stadt um noch ein paar winterliche Fotos zu machen, ging es dann in den Westen Göteborgs zur Eishalle Frölundaborg, der Trainingsstätte der Frölunda Indians (Göteborgs erstklassige Eishockey-Mannschaft). Wir hatten uns Karten für die Leon-Lurje-Trophy besorgt, ein Wettkampf im Synchroneiskunstlaufen. Bis dahin hatte ich noch nie davon gehört, dass mehr als ein oder zwei Menschen (nämlich genau 16!) auf dem Eis ihre Kreise drehen. Die Sportart gibt es erst seit 1957 und es waren nur Teams aus Schweden, Finnland und der USA anwesend. Es war richtig kalt in der Halle und weil man mit 16 Leuten auf dem Eis nicht sonderlich viel Platz hat und wir nur die jüngeren Teams gesehen haben war es leider auch nicht so besonders spannend. Außerdem gab es immer nach 5 Teams eine Pause um das Eis wieder herzurichten, weswegen sich das ganze ganz schön in die Länge zog.
Ursprünglich wollten wir am Abend ins Skandinavium zu P3 Guld gehen, der Verleihung des schwedischen Musikpreises. Da uns die Karten aber zu teuer waren und die Veranstaltung außerdem live im schwedischen Fernsehen übertragen wurde, haben wir es vorgezogen pünktlich zu Hause zu sein und es dort zu schauen. Zum Glück, denn für die anderthalb Stunden mit nicht wirklich tollen live-Auftritten hätte sich das Geld wirklich nicht gelohnt.
Leon Lurje Trophy Leon Lurje Trophy

Praktikumsstart

Freitag, 17.01.2014

Am Montag beginnt mein Forschungspraktikum bzw. die Masterarbeit. Deswegen hatte ich heute ein Treffen mit meiner Betreuerin/Professorin um die Schlüssel abzuholen und schonmal ein bisschen was zu besprechen was die nächste Zeit betrifft. Bis letzte Woche hab ich noch gedacht, das war mein erstes und letztes Review was ich geschrieben habe. Falsch gedacht! Als Einarbeitung und Nachweis dass ich mich eingelesen habe muss ich jetzt innerhalb der nächsten zwei Wochen wieder ein Review schreiben. Normalerweise muss man dann etwas über Kultivierung und Bioreaktoren schreiben. Da ich da aber schon so viel darüber wüsste soll ich mich jetzt mit der Biologie von Kieselalgen beschäftigen... Aber darüber werde ich dann nächste Woche nachdenken, jetzt gehen wir mit Sandra ein letztes Mal zum freitäglichen Afterwork und dann heißt es erst einmal fertig umziehen.

tillbaka i Gbg

Dienstag, 07.01.2014

Nach ein paar entspannten Tagen mit langem Schlafen war es heute morgen gar nicht so einfach aufzustehen, als um 4 Uhr der Wecker geklingelt hat. Bis Fulda konnte ich noch mit Sascha zusammenfahren, und dann fiel der Abschied so schwer, dass er sogar später weitergefahren ist um mit mir auf meinen Zug zu warten. Nach viel zu viel Wartezeit in Hamburg und Kopenhagen aber ein bisschen Hektik in Flensburg (ja diesmal bin ich quer durch ganz Dänemark gefahren statt über die Fähre) bin ich nach fast 17 Stunden wieder in Göteborg gelandet. Empfangen wurde ich mit typischem göteborgischem Wetter: Es schüttete wie aus Eimern. Als ich endlich wieder im Wohnheim angekommen war, war ich nass bis auf die Knochen.

noch ein paar Tage in der Heimat

Donnerstag, 02.01.2014

Jetzt sind auch die meisten Neujahrsglückwünsche verteilt und der Zug zurück nach Schweden ist gebucht. Nun heißt es die letzten Tage in der Heimat mit der Familie zu genießen, aber leider auch noch ein Review für meinen Kurs in Göteborg zu schreiben. Ich habe mich schonwieder so sehr an alles gewöhnt dass mir der Abschied sehr schwer fallen wird.

Šťastný nový rok!

Mittwoch, 01.01.2014


oder "Gott nytt år" wie die Schweden sagen würden.


Die letzten 2 Tage habe ich mit Sascha in Prag verbracht. Mein letzter Besuch in der Tschechischen Republik ist nun doch schon etwas länger her und durch die vielen Eindrücke der westlichen Welt war es anfangs etwas ungewöhnlich aber ich habe mich schnell wieder an das Leben dort gewöhnt.

Unser Hotel war ganz nett nur leider auf Vietnamesen ausgerichtet und die Musik aus der Karaokebar war nicht wirklich angenehm zum Einschlafen. Einige Probleme hatten wir auch mit dem öffentlichen Nahverkehrssystem. Tickets gab es nämlich nur an den Metrostationen, bis dahin mussten wir aber erstmal den Bus nehmen.
Die Stadt war voller Touristen und zwar mit sehr sehr vielen und vor allem vielen Deutschen. Und das zusätzlich zu den fast anderthalb MIllionen Einwohnern, die Prag sowieso schon beherrbergt. Für die 2 Tage war es in Ordnung aber auf Dauer wäre mir die Stadt wirklich zu groß. Da hab ich doch glatt das gemütliche Göteborg vermisst.

Etwas unterschätzt hatte ich außerdem die Böller-Leidenschaft der Tschechen. Da waren wirklich sehr fiese Töne dabei! Ein Feuerwerk von der Stadt gab es leider auch nicht aber wir sind trotzdem auf unsere Kosten gekommen.
Nicht zuletzt durch die billige Verköstigung. Da der Alkohol in den Kneipen billiger ist als alkoholfreie Getränke haben wir fleißig Cider getrunken. Ein Glas gibt es für 38 Kronen. Genauso viel bezahlt man in Schweden auch, nur dass man eigentlich die Tschechischen Kronen durch 3 teilen müsste um auf Schwedische Kronen zu kommen... Ich verstehe auch nicht warum dieses leckere Getränk Deutschland scheinbar übersprungen hat. Es gab hier alle Sorten schwedischen Cider und außerdem sogar noch einige (leider aber etwas künstlich schmeckende) tschechische Sorten. Aber jetzt weiß ich endlich woher ich den Cider importiere wenn (falls?) ich wieder zurück in Deutschland bin :)

Familienbesuch

Samstag, 21.12.2013

Zum Abschluss meiner Göteborg-Zeit dieses Jahr wurde ich sogar abgeholt! Bevor Papa und Harald am Mittwochabend hier ankamen war noch etwas Stress angesagt, da ich noch so viel mit meinen Mädels vor Weihnachten machen wollte. Und da die beiden wie immer etwas früher als erwartet ankamen, wurde das geplante Afterwork mit Caro und Sandra B. abgesagt, schnell der Einkauf im Schallplattenladen bezahlt und dann ging es ab nach Kviberg zum Hostel, wo ich uns für die nächsten Tage eine Hütte besorgt hatte.

Leider hat es die gesamte Zeit viel zu viel geregnet, so dass sowohl die Stadtbesichtigung als auch der Besuch auf der Schäreninsel Brännö irgendwie ganz schön ins Wasser fielen. Wo ich schonmal ein Auto hier hatte, haben wir gleich einen Teil des anstehenden Umzugs erledigt und waren außerdem in meiner neuen Lieblingskneipe Berså zum Afterwork.

Auf der Heimfahrt am Samstag war es so verdammt windig, dass wir sowohl auf der Öresundbrücke als auch auf der Storebæltbrücke bald ins Wasser gewedelt wurden. Vorher war ich noch nicht weihnachtlich gestimmt und wollte eigentlich gar nicht nach Hause, aber als ich dann nach der langen Fahrt doch endlich da war, war es wirklich so schön alle wieder zu sehen. Außerdem was es eine Überraschung für die meisten, denn eigentlich war es nicht geplant, dass ich über die Feiertage in die Heimat komme (weswegen ich auch einige Geschenke schon mit nach Gbg gebracht bekommen habe).

Nobel-Vortrag & Julbord

Dienstag, 17.12.2013

Nachdem letzte Woche in Stockholm die Nobelpreise verliehen wurden, halten die Preisträger jetzt an verschiedenen Unis in Schweden Vorträge über ihr preisgekröntes Thema. Wegen eines Praktikums konnte ich am Freitag leider nicht zum Physik-Vortrag gehen. Aber zumindest haben wir es heute zum Chemie-Vortrag geschafft. Es war ganz interessant und wann hat man schon mal die Möglichkeit einen Vortrag von einem Nobelpreisträger zu hören. Allerdings war die „ich will, dass es wirklich jeder versteht“-Erzählweise auf Dauer irgendwie seltsam und so unwissenschaftlich. Wofür genau Herr Warshel und seine Mitstreiter denn nun aber den Preis bekommen haben, haben wir leider durch den Vortrag nicht so richtig rausbekommen.

Außerdem war ich mit Sandra und ihrem Besuch Laura endlich zum Julbord. Im Restaurant Hamnkrogen in Liseberg war ein riesiges Buffet aufgetischt, alleine die ersten 3 Tische nur mit Fisch und allerlei Meeresgetier bedeckt. Da war ich doch glatt froh, dass ich sowas nicht so viel essen kann und gleich mit allem anderen anfangen konnte. Und da gab es angefangen bei Elch und Wildschwein über typisch schwedische Sachen wie Janssons Frestelse und Rote-Beete-Salat bis hin zu jeder Menge Aufschnitt und natürlich Nachtisch aller Art wirklich alles. Mein neuer Favorit von ungewöhnlichen Zusammenstellungen sind Pepparkakor mit Rote-Beete-Salat. Hinterher waren wir so gesättigt und voll, dass wir uns garnichtmehr groß über den Preis aufregen konnten. Da wir nur mit unserer Reservierung schon so zeitig in den noch geschlossenen Park durften, konnten wir hinterher noch ein bisschen durch den ausnahmsweise mal leeren Weihnachtsmarkt schlendern.

Lucia

Freitag, 13.12.2013

Nach den doch irgendwie anstrengenden Tagen in Lappland (bzw. vor allem der Fahrt) habe ich es heute Morgen leider nicht geschafft pünktlich aufzustehen und so kam ich etwas zu spät zum Luciakonzert der Handelshochschule in der Hagakyrka. Da das ganze ohne Eintritt war, war die Kirche ziemlich vollgestopft und ich konnte mich nichtmehr zu Sandra und Sandra durchkämpfen sondern musste mich mit einem Platz im Eingang zufrieden geben. Da ich erst nach dem Mittag in der Uni sein musste, nutzten wir den Vormittag für einen ausführlichen Brunch im gemütlichen und winterlichen Haga. Besonders begeistert war ich von den gesalzenen Mandeln. Allein deswegen lohnt es sich schon, noch öfter dorthin zu gehen. Allerdings auch wegen der Eierkuchen und tollen Früchte :)

Abends gab es dann das richtige Luciakonzert. Dafür hatten wir uns schon vor einigen Wochen Tickets gesichert. Stattgefunden hat das Ganze in der für mich schönsten Kirche Göteborgs, der Oskar-Fredriks-Kyrka. Schick, aber warm angezogen (denn normalerweise ist es ja recht kühl in Kirchen, draußen war es das durch den Wind aber auf jeden Fall). Das Ganze war auch wirklich das Geld wert, man ist dabei so schön in weihnachtliche Stimmung gekommen. Es gab einen tollen Chor, und eine Lucia, die am Ende ganz schön viel Wachs in den Haaren hatte. Währenddessen konnte man wirklich schon gut von Weihnachten in der Heimat träumen. Leider regnete es in Strömen als wir aus der Kirche kamen, wodurch die Stimmung wieder ein bisschen gedämpft wurde. Abgeschlossen wurde der Abend mit einem gemütlichen Beisammensein mit Caro und ein paar ihrer Mitstudenten.

Am Samstag wollten Caro und ich ursprünglich zum Julmatchen, dem letzten Eishockeyspiel vor Weihnachten, das im Gamla Ullevi, also dem Fußballstadion stattfinden sollte. Allerdings waren uns die Tickets immer zu teuer und als wir dann am Samstag im Internet gelesen haben, dass es wieder und wieder verschoben wurde wegen dem vielen Regen, waren wir auch nichtmehr ganz so traurig, sondern eher froh, dass wir uns währenddessen mit leckeren Muffins, Kakao und Tee aufwärmen konnten, während draußen der Sturm tobte.

Außerdem gab es am Sonntagabend noch ein letztes Zusammenkommen unserer Buddygroup. Zum Abschluss des Semesters hatten uns Andrea, Jonas und Lena eingeladen und sogar für uns gekocht. Es war ein gemütlicher Abend und sehr schön, einige noch ein letztes Mal zu sehen, da viele nach Weihnachten nicht nochmal zurück nach Göteborg kommen.

Rückfahrt

Donnerstag, 12.12.2013

Am MIttwoch war unser Abenteuer Lappland leider schon wieder zu Ende. Morgens wanderten wir noch ein bisschen durch die Gegend und angesichts der erneuten Temperatursteigerung über Nacht war uns (gewohnterweise immernoch 3-lagig angezogen) ganz schön warm.
Da es inzwischen sogar Plusgrade waren, war der gesamte Schneematsch auf den Straßen zu Eis geworden und so wurden die Schneeketten am Bus angelegt und 2 Stunden früher als geplant begaben wir uns wieder auf den Rückweg. Mit 40 km/h krochen wir also über die Straßen und sahen einige LKWs ohne Schneeketten auf uns zurutschen oder mitten auf der Straße die Schneeketten anlegen. Über Kiruna (Emma abliefern) und Gällivare ging es zum Polarkreis, wo wir an einem der berühmten Schilder zum Andenken Fotos machen konnten.
Kurze Zeit später stoppten wir zum Abendbrot, es gab Elchburger, die waren wirklich richtig lecker :) Und über Luleå ging es an der schwedischen Ostküste wieder zurück in den Süden. Gegen 13Uhr (Donnerstag) und bei +8°C Außentemperatur waren wir wieder in Göteborg. Am liebsten wäre ich sitzen geblieben und sofort wieder mit in den Norden gefahren...


Lapland jag saknar dig och jag kommer tillbaka!

Abisko

Dienstag, 10.12.2013

Der Dienstag begann mit nur noch - 4°C, viel Schnee und richtig schlechter Sicht. Also das beste Wetter um nach Narvik zu fahren. Oder? Vorbei an Björkliden (heißt aus dem samischen übersetzt so viel wie "nur ein Zelt passt auf die Spitze"), wo sich der nördlichste Golfplatz Schwedens (9 Löcher) befindet und mit ordentlichen Schneeverwehungen auf der Straße ging es bis nach Riksgränsen (ja, das heißt übersetzt wirklich Reichsgrenze). Hier befindet sich das nördlichste Skigebiet Schwedens wo man das ganze Jahr über Ski fahren kann. Außerdem ist es einer der niederschlagreichsten Orte Schweden. Während es dort etwa 1000mm Schnee und Regen im Jahr gibt, sind es in Abisko nur noch 300mm. Nach 10m in Norwegen stand dort dann ein großes orangenes Schild, das uns sagte dass die Straße nach Narvik gesperrt ist. Also kehrten wir wieder um und lernten unterwegs von Emma, unserer Reisebegleitung, dass man die Steine des Arran (der Feuerstelle der Sami) nicht anderweitig benutzen sollte weil sonst schlimme Sachen passieren. Klingt schamanisch gruselig und ich werde es nicht testen ;)

Wieder zurück in Abisko sind wir mit Emma zur Abisko Sky Station gelaufen. Auf deren Homepage kann man sich Livebilder einer dort befindlichen Kamera anschauen. (Schon viel zu oft habe ich vorm PC gesessen und sehnsüchtig die tollsten Nordlichter angehimmelt... ) Anschließend sind wir durch knietiefen Schnee zu einem Sami-Camp gelaufen. Dort waren verschiedene Hütten der Sami aufgebaut, quasi ein kleines Freilichtmuseum. Da es wie verrückt schneite, sahen wir innerhalb kürzester Zeit aus wie Schneemänner.

Um 14 Uhr war es bereits total dunkel und wir fuhren nach Abisko Dorf um dort im coop "Lapporten" einzukaufen. So weit im Norden schien die Auswahl doch ein wenig anders zu sein (viel mehr Fleisch). Dann ging es gruppenweise zur Sauna. Der Weg dorthin war ganz schön lang und durch den weichen Schnee nicht so einfach, hat sich aber gelohnt. Die Sauna war direkt am Torneträsk und eine richtig tolle Hütte. Es gab ein Zimmer, das komplett mit Holz verkleidet war und einen Ofen hatte (zum erstmal warm werden) und ein zweites, in dem die wirkliche Sauna war. Zwischendurch ging es raus zum Rumrollen im Schnee (zum Eisbaden in den See konnten wir leider nicht, da das Wasser nur halb gefroren und eine Mischung aus Wasser und Eisbrocken war). Im ersten Moment fühlte es sich an wie tausend Nadelstiche, aber es war ein super Erlebnis!

Kurz danach fühlten wir uns sehr erfrischt, aber nach dem Weg zurück zum Hostel war uns dann doch wieder nach duschen. Zum Abendbrot gab es wieder Nudeln mit Tomatensoße, diesmal aber aufgewertet mit gebratenen köttbullar, Salat und Eis. Den weiteren Abend verbrachten wir mit Karten spielen und Rodeln. Nachdem gestern schon einige einen Elch gesehen hatten, machten wir uns hoffnungsvoll auf den Weg in den dunklen Wald. Da wir nicht wirklich viel erkennen konnten, leuchteten wir mit der Taschenlampe umher und sahen auch 2 Augen, die uns anfunkelten. Als der "Berg mit Augen" sich dann aber genervt erhob, bekamen wir doch ein bisschen Angst... Allerdings haben wir bei diesem Ausflug eine tolle Schlucht entdeckt, die wir morgen nochmal anschauen werden. Durch den Adrenalinschub waren wir wieder putzmunter und spielten noch die halbe Nacht Karten.

Eishotel & Rentiere

Montag, 09.12.2013

Heute stand als erstes Jukkasjärvi auf dem Programm, wo sich das berühmte Eishotel befindet. Jedes Jahr ab November (oder wenn es kalt genug dafür ist) wird es neu aufgebaut und verschiedene Künstler gestalten je eine Luxus-Suite nur mit Hilfe von Schnee und Eis. Dort angekommen wurden wir begrüßt mit den Worten "Ihr wisst, dass es -37°C sind?". Also ging es erstmal in eine Werkstatt bzw die Sommer-Icebar wo einige Skulpturen ausgestellt waren und wir uns bei -5°C etwas aufwärmen (!) konnten. Da das Eishotel noch nicht ganz fertig war (d.h. noch nicht an allen Seiten geschlossen) waren es dort drinnen immernoch -22°C und da die Finger und der Fotoapparat da sehr schnell einfroren konnten wir leider nicht so viele Bilder machen wie wir gerne wollten.
Dann ging es weiter nach Rensjön wo wir eine Sami-Familie besuchten. Wir durften Rentiere füttern, die hatten aber leider keinen Hunger und rannten immer nur weg. Irgendwo im Nirgendwo inmitten schwedischer Wildnis war es dort so richtig eisig, der Großvater murmelte sogar etwas von -52°C. Im Zelt am Feuer und auf Rentierfellen tranken wir dann sehr fettigen Rentierbullion, der komisch geschmeckt aber noch komischer gerochen hat (muss ich nicht wieder haben!). Die Frau der Hütte stellte fest, dass wir alle falsch angezogen wären, gab aber auch zu, dass sie nicht wüsste was sie bei 30°C anziehen sollte und dass sie nichtmal einen Bikini hat.
Der nächste und letzte Halt dieses Tages war Abisko (samisch für Wald am großen See). Mit dem See ist der Torneträsk gemeint, der siebtgrößte See Schwedens. An diesem fuhren wir auch eine ganze Weile entlang und erfuhren, dass er nicht nur bei Dunkelheit so schwarz aussieht sondern auch die meiste andere Zeit, einfach weil er so tief ist. Außerdem erzählte uns Emma, dass es nur noch 140 Polarfüchse (die essen Lemminge ;) ) in Schweden gibt, weil der Rotfuchs diesen immer weiter verdrängt. Kurz vor Abisko fuhren wir an Lapporten (Tjuonavagge) vorbei, einem ziemlich berühmten Trogtal östlich von Abisko. Leider war es so dunkel dass wir nicht viel erkennen konnten, aber Bilder gibts ja im Internet genug davon.
Auch in Abisko haben wir wieder ein paar Nordlichter gesehen, aber leider nicht so schön wie in Kiruna (obwohl es in Kiruna sogar unwahrscheinlicher ist welche zu sehen). Am späten Abend (schwer zu sagen, wenn es 20 Stunden dunkel ist am Tag) haben wir uns dann noch in einem Sami-Zelt versammelt um bei eisigen -30°C ein BBQ zu machen. Das Auftauchen erster Wolken am ansonsten bis jetzt total klaren Himmel kündigte einen Wetterumschwung an...
Eishotel Eishotel Sami-Hütte

Kiruna

Sonntag, 08.12.2013

Nach 23 Stunden im Bus sind wir heute morgen pünktlich um 8 in Kiruna angekommen. Über Örebro, Västerås, Gävle, Sundsvall, Örnsköldsvik und Umeå ging es 1600 km in den Norden Schwedens. Die Nacht war nicht sonderlich erholsam aber die Kälte hat uns den Tag über wach gehalten. Nach einem Frühstücksbuffett im Hostel mussten wir uns schnell um- und vor allem warm anziehen, denn um 9 ging es für die erste Gruppe (und mich) zum Hundeschlitten und Schneemobil fahren. Schon in Kiruna war es ziemlich kalt und der Schnee knirschte nicht nur unter unseren Schuhen sondern quietschte sogar.
Über Leggins, Kniestrümpfe, Jogginghose und Skihose und auch obenrum schon 4-lagig haben wir dort erst noch einen Skioverall gezogen und trotzdem war es einfach nur saukalt. Bei -28°C nur auf einem Schlitten rumzusitzen wärmt halt nicht wirklich und nach wenigen Minuten waren bereits unsere Wimpern und Haare und gefühlt auch so ziemlich alles andere eingefroren. Auch der Akku meiner Kamera hatte so seine Probleme mit diesen niedrigen Temperaturen und wollte nicht wirklich durchhalten. Die Huskies waren übrigens nicht die aus Film und Fernsehen bekannten sibirischen Huskies, denn die sind nach Aussage unseres Schlittenführers viel zu schwer und langsam und werden nur gezüchtet weil sie so süß aussehen. Unsere Schlittenhunde waren Alaska-Huskies, die auch für Rennen eingesetzt werden.
Nach einem kurzen Stopp mit heißem Tee und Kuchen ging es dann auf dem Schneemobil weiter durch die nordschwedische Wildnis. Das hat mir sehr viel besser gefallen, da wir selber fahren durften. Gegen 11 Uhr (laut Internet genau um 10:55 Uhr) ging die Sonne auf und der Himmel am Horizont färbte sich wunderschön rosa. Durch die verschneite Wildnis zu fahren mit den Bergen des Skandinavischen Gebirges im Hintergrund... dieses unglaubliche Gefühl werde ich nie wieder vergessen!
Kurz nach 12 ging die Sonne dann bereits wieder unter, diesmal mit einem eher gelblichen Farbenspiel. In 2 Tagen beginnt hier die Zeit der Polarnacht, wenn die Sonne nichtmehr über dem Horizont aufgeht. Trotzdem ist es dann nicht den ganzen Tag komplett dunkel, es gibt dann zur MIttagszeit ein etwas bläuliches Licht wie sonst während der Dämmerung.
Wieder zurück am Hostel ging es gleich weiter zu einer Stadtführung mit einer Studentin aus Kiruna, die uns auch gleich erklärte wo wir am besten im Internet die Nordlichtaktivität nachschauen und wo die besten Plätze in der Stadt sind um evtl welche zu sehen.

Damit war mein Programm für heute aber noch nicht beendet, ich hatte nämlich auch noch eine Tour durch die Eisenmine von Kiruna gebucht. In den beiden Erzbergen Luossavaara und Kiirunavaara wurde Magnetiteisenerz mit bis zu 70% Eisengehalt gefunden. Aus den Anfangsbuchstaben der beiden Berge und dem Kürzel AB (entspricht der deutschen AG) entsteht der Name des schwedischen Bergbauunternehmens (zu 100% staatlich) das die Mine betreibt: LKAB.

Nach einem in der Hostelküche zubereitetem Abendbrot (Nudeln mit Tomatensoße, was auch sonst :) ) beschlossen wir spontan nochmal rauszugehen und nach Nordlichtern Ausschau zu halten. Und tatsächlich: wir hatten Glück!
Meine Kamera hat leider nur schwarze Bilder produziert aber einige der Mädels mit denen ich mir das Zimmer im Hostel geteilt habe waren deutlich besser ausgerüstet und deswegen haben wir jetzt wunderschöne Bilder. Gelegentlich hat man sogar auf dem Bild das grün der Nordlichter besser gesehen als in Wirklichkeit, wo man oft nicht unterscheiden konnte ob es nun ein Nordlicht war oder nur eine Wolke.

Hundeschlitten und Snowmobil :) :)

Winter ich komme!

Freitag, 06.12.2013

Nachdem ich heute Mittag noch ein Praktikum hatte, hab ich mich mit Sandra, Caro und (der anderen) Sandra am Götaplatsen getroffen. Dort wurde heute die "Weihnachtsstadt Göteborg" eröffnet. Als erstes wurde die diesjährige Lucia der Stadt Göteborg gekrönt. Man konnte vorher schon im Internet abstimmen, hatte allerdings nur verschiedene singende Münder zur Auswahl. Heute lernten wir dann auch die dazugehörigen Mädels kennen. Natürlich alle typisch schwedisch mit langen blonden Haaren. Zusammen mit einem weiteren Chor sangen sie schwedische Weihnachtslieder und dann wurden all die bunten Lichter in der Avenyn entzündet (obwohl sie vorher bereits seit 3 Wochen an waren). Anschließend gab es eine Licht- und Videoshow, die an die Fassade des Kunstmuseums projeziert wurde. Da war es ausnahmsweise mal gut, dass so viele Menschen da waren, denn im eisigen Wind war es wirklich richtig schlimm kalt. Anschließend machten wir uns auf den Weg zum Bahnhof, denn da gibt es ab heute täglich um 18 Uhr den singenden Weihnachtsbaum. Das war auch wirklich toll, die Sänger hatten richtig Spaß und geklungen hat es natürlich auch gut. Ziemlich durchgefroren haben wir uns dann auf den Heimweg begeben.
Und morgen geht es dann endlich nach Lappland :)  Der Rucksack ist gepackt (mal sehen ob es reicht für die angesagten -25°C... Nachdem Bettwäsche und Skihose verstaut waren, war er aber eigentlich schon fast voll).

Schnee :)

Donnerstag, 05.12.2013

Heute musste ich nicht in die Uni und so hatte ich Zeit mit Caro zu IKEA zu fahren. Draußen regnete es in Strömen aber drinne war alles ganz toll weihnachtlich dekoriert, sodass das durch den Laden schlendern gleich noch mehr Spaß machte. Mittag gabs im IKEA-Restaurant aber leider nur Schnitzel denn Julbord gibt es erst abends. Auf dem Rückweg hat es dann so schlimm geregnet, dass mein Schirm kurzerhand mal total verbogen wurde. Dann ging es zum einkaufen, denn zum Abendbrot wollten wir Wraps machen. Zwischendurch hab ich noch beim Schwedischkurs mein Zertifikat abgeholt, was toll aussieht, wo aber nicht viel drauf steht (wie auch, es gibt ja keine Punkte und viel gelernt haben wir ja auch nicht). Dann kam noch Sandra und schon gings ans Kochen. Für hinterher war noch Tischtennis spielen geplant und als wir uns auf den Weg dorthin gemacht haben gab es eine große Überraschung: es schneit!!! Leider war das ganze noch ziemlich nass aber trotzdem machten wir eine kleine Schneeballschlacht. Zum Trocknen und Hände aufwärmen ging es zwischendurch immer wieder rein an die Tischtennisplatte. Damit war auf jeden Fall schonmal der Winter gerettet, denn ich hatte ja schon Angst, dass es hier in Göteborg garnichtmehr kalt wird oder schneit.

Weihnachtszeit in Schweden

Mittwoch, 04.12.2013

Abgesehen davon, dass es (zum Glück!) in den Geschäften nicht schon im September Weihnachtsmänner und co zu kaufen gibt, läuft die Adventszeit hier etwas anders ab als in Deutschland...
Vorab zur Erklärung: Weihnachten heißt auf schwedisch "jul". Und damit wären wir auch schon bei einem typischen Getränk, dass ab November den Absatz von Coca Cola in Schweden total einbrechen lässt: Julmust. Das ist eine Art Malzbier, aber eher Limonade als Bier, außerdem alkoholfrei und man kann es sogar in der light-Variante kaufen. Am Anfang dachten wir das ist wie Glühwein und man muss es warm machen. Sollte man bei Getränken mit Kohlensäure aber besser nicht probieren! Die schwedische Variante des Glühweins ist Glögg. Es ist ein bisschen anders gewürzt und sehr viel süßer. Außerdem wird es mit Rosinen und (gehackten) Mandeln serviert. Ich mag keine Rosinen, aber auch nur mit Mandeln schmeckt es sehr gut.
Und dazu gibt es Peparkakor. Es ist ein ziemlicher Streitpunkt, ob das nun genauso schmeckt wie Pfefferkuchen oder nicht. Ich finde, es ist anders, aber definitiv lecker.

Unsere Wichtel heißen in schwedisch Tomte. Und die sind sooo süß. Sie bestehen zur Hälfte aus einer spitzen Mütze und zur anderen Hälfte aus Bart. Meistens haben sie auch noch eine Knubbelnase. Den perfekten Tomte zu finden ist allerdings garnicht so einfach. Manchmal haben sie Beine, manchmal Augen oder seltsame Verzierungen auf der Mütze...

In der Stadt gibt es ein sehr teures Kaufhaus wo es all die Marken gibt die sich ein Student niemals leisten kann. Das erste Nordiska Kompaniet wurde bereits 1915 in Stockholm eröffnet. Von verschiedenen weiteren Filialen, unter anderem sogar in St. Petersburg, sind nur noch die in Stpckholm und Göteborg übrig geblieben. Immer in der Adventszeit werden die Schaufenster ganz besonders geschmückt und es bilden sich Menschentrauben darum. Allerdings finde ich sie nicht so besonders schick...

Eine sehr viel schönere Fensterdekoration sind da doch die großen beleuchteten Sterne, die es wahlweise zum Hängen oder Stellen gibt. Entweder die Sterne oder die typischen schwedischen Schwibbögen stehen wirklich in jedem Fenster, sogar in der Uni.

Gunnebo slott

Sonntag, 01.12.2013

Das Ziel des heutigen Ausfluges war Gunnebo slott und der dortige Weihnachtsmarkt. Nach einer Stärkung (Lunch mit Sandra) haben wir die zweite Sandra aufgesammelt und mit dem Bus ging es Richtung Süden, etwas östlich von Mölndal. Vorbei an einem See, an dem man sich im warmen Sonnenschein nicht wirklich gefühlt hat, als wäre es schon Dezember, und durch einen kleinen Wald liefen wir zum Schloss. Wie aber bereits bei früheren Ausflügen erwähnt, sehen schwedische Schlösser anders aus und somit war es auch dieses Mal eher ein(e) große(s) Haus/Villa.

Außerdem gehören zum Schloss noch ein paar Gartenhütten/Stallungen und eine riesige Parkanlage. Der Weihnachtsmarkt befand sich allerdings nur in den Nebengebäuden und da doch recht viele Menschen anwesend waren wurde es schnell ziemlich eng. Es gab Marzipan zu kaufen (und zu kosten!) wie auch in Liseberg. Und süße Tomte mit viel Bart und einer Knubbelnase. Ich hatte schon in der Stadt überall nach dem perfekten Wichtel gesucht und hier hab ich mir dann einen zugelegt. Die Stände waren schnell angeschaut und draußen wurde es durch den eisigen Wind doch schnell kalt, weswegen wir uns wieder auf den Rückweg machten.
Wieder zurück in Göteborg holten wir unsere Schlittschuhe und dann tobten wir uns in Liseberg auf der Eisfläche aus. Daheim fand ich einen Zettel im Briefkasten, dass ich ein Päckchen abholen soll. Das war mein erstes Ost-Paket. Über den Inhalt hab ich mich echt riesig gefreut: ein Teelicht-Adventskalender und ganz viele Leckereien aus der Heimat :)

Eisprinzessin oder stolperndes Kaninchen?

Sonntag, 24.11.2013

Heute war es so weit: Ich habe meine Schlittschuhe eingeweiht. In Liseberg gibt es eine Eisfläche auf der man sich austoben kann und da wir glückliche Besitzer einer Jahreskarte sind (das lohnt sich wirklich!) können wir so oft dorthin wie wir wollen (yay :) ). Umgeben von glitzernden Lichtern kann man sich fast wie eine Eisprinzessin fühlen. Nach mehr als einem Jahr war der Start auf Kufen nicht der beste, aber nachdem man sich an die übermäßig vielen Rillen im Eis gewöhnt hat wurde es besser. Leider kann ich mit meinen Hockeyschuhen keine tollen Kunststücke auf dem Eis vollbringen. Aber Sandra mit ihrer Turnervergangenheit hatte den Dreh schon raus. Zwischendurch wurde die Eisfläche gesperrt für eine Eisshow mit dem Liseberg-Kaninchen Julius und seiner Freundin Julia. Und obwohl wir danach nichtmehr viel von unseren Füßen gespürt haben sind wir trotzdem nochmal aufs Eis. Ab nächstem Wochenende ist Liseberg endlich auch die Woche über offen. Und in der Stadt öffnet dann auch noch eine weitere (und größere) Eisfläche, die zum Glück auch noch im Januar auf hat.

Eisprinzessin Sandra :)

Café Taktik

Samstag, 23.11.2013

Ich wohne hier im Wohnheim in direkter Nachbarschaft zur Sporthalle. Und schon wenn da jemand Basketball spielt dröhnt gelegentlich alles hier in meinem Zimmer. Gestern sollte nun eine riesige Party dort stattfinden, Beginn 22Uhr. Deswegen bin ich über Nacht zu Sandra geflüchtet. Nach einem gemütlichen Frühstück sind wir losgezogen richtung Innenstadt. Nachmittags haben wir uns mit Sandra und Lorenz im Café Taktik getroffen. Dort kann man für 50kr den ganzen Tag Brettspiele spielen. Die Auswahl ist echt groß und bei Fragen oder Entscheidungsschwierigkeiten wird einem immer weitergeholfen. Wir waren fast 6 Stunden dort, die Zeit ging ganz schön schnell vorbei!

Gewöhnungsbedürftiges Teil 4: der Winter kommt

Freitag, 22.11.2013

Obwohl es hier in Göteborg immernoch nicht geschneit hat, merkt man, dass der Winter im Anmarsch ist (ja, für mich ist erst Winter wenn es schneit). Inzwischen wird es hier noch maximal 7 Stunden hell. So langsam habe ich mich daran gewöhnt, dass man circa ab 4 Uhr nachmittags nichtsmehr draußen machen, etwas anstrengend wird es erst, wenn es vor lauter grauer Wolken den ganzen Tag über nicht wirklich hell wird. Wie der Sommer soll auch der Göteborgische Winter sehr nass sein, aber dieses Jahr haben wir sehr viel Glück und die Feuchtigkeit hält sich in Grenzen.
Noch etwas, dass ich in Deutschland wahrscheinlich eher nicht vermissen werde ist das Geräusch, wenn Autos mit Spike-Reifen vorbeifahren. In Deutschland ja verboten, darf man hier zwischen dem 1. Oktober und dem 15. April mit Spikereifen fahren. Über Verbote wird ab und zu mal diskutiert, aber ich schätze nicht, dass da so schnell etwas passiert. Angeblich soll die Verwendung von Spikereifen das Unfallrisiko mit Todesfolge um 42% vermindern, andererseits werden enorm viele Feinstaubpartikel freigesetzt wenn die Metallstifte mit dem Straßenbelag in Kontakt kommen. Auf Eis und Schnee ist das bestimmt sehr vorteilhaft, auf den Straßen eher nicht so. Aber mal sehen wie das hier mit dem WInterdienst so läuft und ob man diese speziellen Winterreifen wirklich auch in der Stadt benötigt. Nur auf einzelnen Straßen in der Stadt sieht man folgendes Verbotsschild:

Vägmärke dubbförbud. Foto: Jessica Gow/Scanpix

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